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Dinacharya - tägliche Routinen

28. Sept.
4 Min. Lesezeit

Aus dem Sanskrit übersetzt heißt Dina – Tag und Charya – Verhalten, Routine, Meistern. Das tägliche Meistern bzw. Verhalten sind eigentlich kleine Aktionen, wie z. B. Zähneputzen, sich einölen, 10 Minuten ein Buch lesen, einen leckeren Tee brühen usw., die sich wiederholen und eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. So klein, wie sie sind, ergeben sie langfristig und regelmäßig ausgeübt etwas ganz Großes – nämlich unseren Charakter, unsere Kompetenzen, unsere Gesundheit und Schönheit.



Gerne möchte ich Dir heute über mein Dinacharya erzählen und Dich gleichzeitig dazu anregen, Deine alltäglichen Routinen näher anzuschauen, diese evtl. zu überdenken oder zu ergänzen.


Für mich habe ich 3 Säulen ausgesucht, die Priorität für meine Gesundheit haben und an denen ich mich bei meinen täglichen Mini-Aktionen orientiere. Das sind Entspannung & Schlaf, Bewegung und Ernährung. Natürlich gibt es noch Bereiche wie Soziales und Familie, Hobbys und Beruf usw., aber für den gesundheitlichen Erfolg sind die genannten 3 Säulen tragend.


Aufwachen – möglichst immer um die gleiche Uhrzeit, bei mir ist es zwischen 5:30 und 6:00 Uhr. Ich wache daher ohne Wecker auf und stehe ziemlich sofort auf. Das Beste nach dem Aufwachen sind ein paar tiefe Atemzüge in den Brustkorb, um das lymphatische System zu aktivieren und die inneren Organe zu wecken.


Trinken – ein Glas warmes Wasser, mal mit Elektrolyten, mal mit Apfelessig. Danach ein Getränk für die Seele – sie darf sich etwas wünschen. Und mal verlangt sie einen Kakao, einen Matcha-Tee oder Kaffee. Ich trinke, vor allem am Morgen, einen koffeinfreien Kaffe, damit meine Hormone ganz natürlich erwachen dürfen.



Körper & Gesicht – sind für mich ein Ruheort, an dem ich den Tag beginne und abschließe, meistens mit sehr angenehmen Körper- und Gesichtroutinen: Aktivierung des Körpers durch einfache Übungen (Wirbelsäule, lymphatisches System, größte Muskelgruppen), Straffung des Gesichts (5–6 Übungen, immer wieder wechselnd). Jeden 2.–3. Tag dehne ich diese Übungssessions auf etwa 40–60 Minuten aus, bis ich schwitze, bis die Muskulatur ermüdet, bis das Gesicht schön durchblutet ist. Ich liebe es auch, diverse neue Techniken, natürliche Masken und auch Gadgets auszuprobieren.


Ernährung – ich habe es mir ganz einfach gemacht und ernähre mich momentan (seit 4 Monaten) ziemlich minimalistisch – ich esse nur das, was mein Körper absolut benötigt – essentielle Aminosäuren und essentielle Fettsäuren. Nicht mehr und nicht weniger. Ich spare sehr viel Energie und Zeit dadurch.


Erholung – funktioniert bei mir am besten in der Natur – Spaziergang mit meinem Hund, eine Wanderung oder ein Ausflug mit meiner Familie, Zeit im Garten oder Schwitzen und schöne Gespräche mit meinem Mann in der Sauna. Auch eine kleine Teezeremonie mit meinem Lieblingsbuch oder Kuschelzeit mit meinen Kindern kann so erholsam und energieladend sein.


Schlaf – wie auch beim Aufwachen geht es meistens um die gleiche Uhrzeit wieder ins Bett. Ich habe mein Schlafverhalten und die Auswirkungen in den letzten Jahren ziemlich genau beobachtet, auch mit Hilfe des Oura-Rings, und kenne mittlerweile meinen Bedarf sehr gut. So kleine Tricks, wie ein besinnliches Buch (momentan lese ich "Die unbändige Seele: Ein Weg der Befreiung" von Michael Singer) bei Rotlicht zu lesen und dabei die Beine nach oben ausgestreckt zu halten, fördern die Schlafqualität bemerkbar.


Gedanken & Emotionen – sind für mich ein enorm wichtiger Gesundheitsaspekt! Meine Erfahrung zeigt mir: Mein Geist soll mein Instrument, meine Hilfe und nicht ein Abstell- und Durchgangszimmer für fremdgesteuerte Gedanken und Emotionen sein! Hygiene wird hier großgeschrieben. Das stille Meditieren wäre wohl edas besten Mittel dafür, ich praktiziere aber sehr gerne aktive Meditationen.


Destruktives – da ich ja nicht heilig bin, tue ich auch Dinge, die mir nicht guttun. Ich tue sie, obwohl ich weiß, dass sie eine negative Auswirkung mit sich bringen! Diese Dinge sollen sichtbar sein, nicht versteckt werden. Diese will ich in meinem Blickwinkel behalten und ganz bewusst durch die oben aufgezählten oder neue Aktionen oder Leere ersetzen. Jahresprognosen lesen, die ich dann durch meine Gedanken ja noch bestärke, unnötiges/zu spezielles Wissen ansammeln, z. B. über die Pestizide in der Landwirtschaft, oder Menschen beim Essen zuschauen und mich wundern, wie man so viel auf einmal essen kann – sind meine aktuellen Dummheiten … ich bin dran!


Zurück zu dem fördernden Dinacharya – ich mache also absolut nichts Besonderes! Ich mache es einfach regelmäßig, über einen langen Zeitraum und selbstverständlich – ohne mich zu fragen, ob ich das gerade machen will oder nicht, denn das würde zusätzliche Energie benötigen. Diese Energie nutze ich lieber für die Umsetzung.

Ja, ich passe meine Routinen auch an, denn Stabilität ohne Flexibilität ist Stagnation. Unser Umfeld, unsere Lebensphase, Jahres- und Tageszeit und aktuelle Prioritäten im Leben sind alles Wegweiser, die bei Beachtung unsere täglichen Aktionen wirksamer und angenehmer machen.



Schaue Dir Deine täglichen Aktionen an und schreibe diese auf. Was machst Du jeden oder fast jeden Tag? Markiere diese als fördernd oder destruktiv, z. B. durch 2 Spalten oder + und –. Worauf kannst Du verzichten? Was würdest Du gerne dazunehmen?


Achte darauf, nicht zu viel auf einmal zu verändern! Es reicht, wenn Du nur einen Punkt streichst und einen Punkt dazunimmst. Diese Änderungen dürfen in Dir keinen Stress auslösen, damit sie auch akzeptiert und tatsächlich in Deinen Alltag integriert werden können.


Möchtest Du Dich inspirieren lassen und eine Liste von 100 Ideen zur Förderung Deiner Gesundheit und Schönheit erhalten? Kommentiere hier mit 100 oder Deiner Meinung dazu und ich lasse Dir die Liste zukommen.


Und lasse die kleinen Puzzlesteinchen ein wunderbares grosse Bild ergeben!

 
 
 

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